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Das Thema Selbstliebe ist so groß, dass ich dachte, es wäre interessant, eine Umfrage zu starten, um nicht nur meine Sichtweisen, sondern auch die der Anderen zu präsentieren. Ich möchte mich im Vorfeld für die Teilnahme und Antworten bedanken.

Ich würde behaupten, dass Selbstliebe sich bei fast jedem im Laufe des Lebens genau so verändert wie,
die Kleidergrößen,
Die Ernährungsweisen,
der Klamottengeschmack,
die Freundschaften, die wir pflegen,
die Frisuren, die uns geschnitten wurden, weil wir dachten, sie seien cool…

Natürlich ist das nicht bei jedem so und natürlich habe ich mir erlaubt, etwas Selbstironie mit einzubauen, da das Leben einfach etwas leichter sein könnte/sollte.

Es war sehr interessant zu lesen, welche Antworten und Erfahrungen die TeilnehmerInnen* auf die Fragen, wie für sie Selbstliebe entsteht und wo und wie sie diese Thematik in der Gesellschaft wiederfinden, gegeben haben.
Interessant fand ich, dass alle davon überzeugt sind, dass Selbstliebe in der Kindheit entsteht. Sie wird erlernt. Im Kindesalter wird dir, im Idealfall, beigebracht, dass du so, wie du bist, „ok“ bist. Aber eher bei den Dingen, die du als Kind nicht so gut kannst, denn Sachen, die einem liegen, erscheinen ja meist „normal“.
Allein eine positive Rückmeldung von außen reicht jedoch nicht. Wir müssen als Kind auch in der Lage sein, die Bestätigung von außen annehmen zu können – das ist ein weiterer wichtiger Aspekt, den alle TeilnehmerInnen* erwähnen.
Kritik / Feedback, egal ob positiv oder negativ, ist nicht immer leicht zu nehmen. Gibt es nicht manchmal auch Momente, in denen ein positives Feedback Schamgefühl in dir auslöst und du gleichzeitig mit deinem inneren Kritiker dagegen hältst? „Das hat der/die nur gesagt, um nett zu sein…“.

So, was machen wir nun, wenn der Idealfall nicht eingetreten ist oder nur teilweise eintreten konnte? Wir geben uns Zeit! Selbstliebe kann nämlich auch im späteren Verlauf noch erlernt werden – hier sind wir allerdings dann etwas mehr gefordert und mehr dafür verantwortlich. Selbstliebe ist eine warme, zärtliche Haltung deinem ICH gegenüber. Und jeder darf sich, wenn die Selbstliebe nicht so stark vorhanden ist wie gewünscht, etwas Zeit eingestehen, auch wenn das manchmal schwerfällt. Wir alle streben Veränderungen SCHNELL an – und deshalb könnte es sein, dass es dir persönlich etwas schwerer fällt, geduldiger mit dir und deiner Selbstliebe zu sein.

Wenn wir nun den gesellschaftlichen Faktor betrachten und welche Rolle diese für die Selbstliebe spielt, dann zeigt sich durch die Umfrage, dass vor allem im Jugendalter die äußeren umliegenden Faktoren einen größeren Einfluss auf uns haben. Denk doch einmal zurück, wie stabil warst du damals Mitten in deiner Pubertät und auch schon kurz davor? Alles veränderte sich, nicht nur um dich herum, sondern auch in dir (Mode, Aussehen, Körper etc.) und obendrauf haben deine engeren Freunde, Familie oder Mitschüler auch eine Meinung zu deinen Veränderungen – die nicht immer, wie wir wissen, leicht zu Schlucken sind.

Je mehr Lücken unsere Selbstliebe aufweist, desto größer ist die „Gefahr“, dass die Gesellschaft mit ihren Reaktionen auf uns, diese Lücken mit Schmerz, Wut und Traurigkeit füllen.
Wie wir uns am besten davor schützen und welche Methoden mir, meinen Klienten* und den TeilnehmerInnen* geholfen haben, erfahrt ihr im nächsten Blogartikel.
Hier werdet ihr praktische Übungen erhalten und könnt diese ausprobieren. Zudem erhaltet ihr Beispiele, wie ihr damit umgehen könnt, wenn die Selbstliebe in der Kindheit nicht oder nur teilweise erlernt werden konnte. Vielleicht hat sie aber auch im späteren Verlauf des Lebens einen Riss erhalten und braucht etwas mehr Zuwendung. Über all das werden wir sprechen und herausfinden, was ihr für euch tun könnt, um gut für euch und eure Selbstliebe zu sorgen.

Ich freu mich auf euch!!! Bis dann